Portraitfotografie Meistern

Portrait einer jungen Frau
Portrait einer jungen Frau

THE ART OF PORTRAIT

Das wohl Wichtigste in der Portraitfotografie ist, dass man stets daran denkt, dass es um den Menschen vor der Kamera geht! Neben der richtigen Kameraeinstellung ist vor allem die Einstellung von Fotograf und abzulichtender Person wichtig.

Portraits sind Emotionen und die sollte man versuchen einzufangen.

Portrait im Studio
Im Studio hast Du mehr Ruhe, musst aber auch mit dem Licht arbeiten
Portrait Outdoor
Vermeide hartes Sonnenlicht, suche lieber den Halbschatten
Portrait Zuhause
Menschen in ihrem vertrauten Umfeld zu fotografieren schafft eine entspannte Atmosphäre
Previous
Next

Worauf es wirklich ankommt

Was hilft

Wenn Du Dir den Einstieg in die Portraitfotografie einfach machen willst, dann lasse alles Unnötige weg. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schnell man mit all der Fototechnik vergisst um was es wirklich geht, nämlich dem Menschen der gerade vor Dir steht.

Wenn dieser Mensch nicht gerade ein erfahrenes Model ist kannst Du davon ausgehen, dass dieser Mensch gerade eine innere Unruhe verspürt. Deine Hauptaufgabe ist nun, diese Unruhe in einen positiven Flow umzuwandeln und das geht sicherlich nicht, wenn Du gerade mit Deiner Technik kämpfst.

Suche Dir ein erfahrenes Model

Der einfachste und effektivste Weg in die Portraitfotografie einzusteigen ist es sicherlich ein erfahrenes Model zu buchen. Geld das gut investiert ist, da die Lernkurve sehr steil ist.

Zum einen weiß ein gutes Model wie es vorteilhaft Posen kann und erleichtert Dir so ungemein und zum anderen hast Du keine Verpflichtung zu liefern.

Übe mit vertrauten Menschen

Nicht jeder kann oder will sich ein erfahrenes Portraitmodel leisten. Der nächstliegende Gedanke sind dann vertraute Menschen. Hier ist es leichter eine für das Portraitshooting notwendige emotionale Bindung aufzubauen.

Before After Vergleich vor und nach der Bildbearbeitung eines FrauenportraitsVergleich vor und nach der Bildbearbeitung eines Frauenportraits

Bildbearbeitung ja, aber

Nutze die Möglichkeiten der modernen Bildbearbeitung mit bedacht. Hier ist weniger wirklich mehr. Wenn es sich nicht gerade um ein Beautyshooting handelt, dann sollte sich dein Model auf alle Fälle wiedererkennen können.

Portraits bilden einen Lebenszeitpunkt ab, niemanden ist dabei geholfen, wenn man beim Betrachten der Bilder, sein Alter nicht bestimmen kann. Meine Meinung bei Portraitshootings ist, dass man temporäre Mängel beseitigen sollte und dauerhafte in den Hintergrund treten lässt.

Jo Zeitler Fotograf Dresden, Radebeul

Technik Tipps

Die Portraitfotografie unterscheidet sich zwar von anderen Bereichen der Fotografie etwas, ist aber kein Hexenwerk.

Da man die Person von der Umgebung isolieren, also freistellen will, verwendet man eine möglichst offene Blende. Je nach genutzter Brennweite und der Entfernung zum Objekt und Hintergrund verstärkt sich der Effekt der Freistellung bzw. schwächt sich ab. Offene Blende bedeutet also nicht, dass man ein sehr lichtstarkes Objektiv für gute Portraitfotos benötigt, sondern, dass man das Zusammenspiel bzw. die Physik versteht.

Auch bei der Brennweite hat die Physik bzw. die Optik ihren Einfluss. 50mm bzw. 85mm entsprechen in etwa den menschlichen Sehgewohnheiten. Würdest Du für Deine Portraits ein 35mm Objektiv oder gar ein noch weitwinkligeres Objektiv verwenden, so würdest Du Dein Model in den Proportionen mehr oder weniger verändern. Im Landscape oder Querformat würde die Person z.B. etwas kräftiger wirken. Durch gekonnte Lichtsetzung kannst Du dem aber entgegenwirken. Im Hochformat streckst Du das Motiv.

Bei Objektiven, welche dem Telebereich zuzuordnen sind, entsteht eine Komprimierung der Motivs, gegenüber der Normalsicht.

Vermeide hartes Licht

Hartes Licht hat den Nachteil, dass es oftmals unvorteilhaft wirkt. Durch den hohen Kontrast werden Details herausgearbeitet, was sich bei Hautunreinheiten negativ bemerkbar macht. Aber auch die harten Schatten im Gesicht oder auf der Kleidung sind im klassischen Portraitbereich eher ein unerwünschter Effekt.

Der einfachste Weg hartem Licht aus dem Weg zu gehen ist es den Halbschatten zu suchen. Wenn aber weit und breit kein Schatten vorhanden ist, dann brauchst Du einen Diffusor. Der größte und beste ist ein bewölkter Himmel, leider machen sich Wolken an sonnigen Tagen aber rar. Es empfiehlt sich daher immer einen Reflektor / Diffusor Kombination dabei zu haben. Der Reflektor eignet sich auch zum Aufhellen dunkler Bildbereiche oder um den Augen das gewünschte Catchlight zu verpassen.